Telebid.de – ein weiterer Goldesel 2.0

Ich wurde von einem Freund auf die Seite von Telebid hingewiesen. Eine wirklich interessante Seite. Telebid ist eine weitere Auktionsseite mit einem einem anderen Prinzip. Hier werden die Produkte vom Betreiber selbst angeboten und jedes Gebot erhöht den Preis um 1 oder 10 Eurocent. Jedes Angebot beginnt bei 0 Euro.

Als Bieter muss man für jedes Gebot 50 Eurocent bezahlen. Ein laufender Countdown gaukelt einem vor, dass man jeden Moment der Sieger der Auktion ist. Gewinnt man die Auktion bekommt man ein wirklich hochwertiges Produkt zu einem wirklich sehr günstigen Preis.  Ich habe noch nicht herausgefunden wie der Countdown neu gesetzt wird. Am Anfang läuft er ziemlich lang, aber ab einem bestimmten Preis setzt er sich maximal auf 10 Sekunden (oder 20 oder 15) pro Gebot hoch.

Ein kleines Beispiel wie die Betreiber richtig Geld verdienen. Es wird ein Notebook im Gegenwert von 1200 Euro versteigert. Jedes Gebot erhöht den Preis um 10 Eurocent. Ab 300 Euro Gebotssumme läuft der 10 Sekunden Ticker. Vorher wird der Countdown nach irgendeiner Rechnung mal mehr oder weniger hoch gesetzt. Nun die Rechnung: Das Notebook wird für 350 Euro versteigert. Das sind 35000 Eurocent. Das sind bei einer Steigerung von 10 Cent pro Gebot  3500 Gebote. Das sind bei 50 Eurocent Gebühr pro Gebot 1750 Euro Umsatz nur durch Gebote. Plus die 350 Euro Preis und abzüglich der Einkaufsgebühr für das Notebook hat die Firma hier einen richtig satten Gewinn gemacht. Nun kann man sich leicht vorstellen wieviel Gewinn die Firma durch den täglichen Verkauf vieler Produkte macht.

Der große Nachteil an der Sache ist, dass man schnell dazu verleitet wird viel Geld für Gebote auszugeben. Die Seite ist ziemlich gut darauf ausgelegt den Leuten vorzugaukeln Sie hätten eine reale Chance. Aber eine Chance hat man sicher nur wenn man auch einiges investiert. Es ist viel Zeit nötig um eine gute Bietstrategie herauszufinden. Um wirklich an das gewünschte Produkt zu kommen muss man wohl einiges an Geld investieren. Ich habe gesehen, dass jemand ein 1200 Euro Notebook für knapp 300 Euro ersteigert hat. Er musste aber noch etwa 800 Euro in Gebote stecken. So war die Ersparnis zum „Empfohlenen Verkaufspreis“ im Endeffekt nicht mehr so hoch wie angenommen. Wahrscheinlich hätte er das Notebook anderswo auch billiger bekommen.

Ich denke man muss schon wirklich geschickt sein um einen vernünftigen Kaufpreis zu erlangen. Besonders bei Topartikeln wie Notebooks und Handys ist es sehr schwer. Mein Freund hat im übrigen eine Playstation 3 für 80 Euro auf diesem Weg bekommen.

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